Wölflinge

sind die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Zusammen bilden wir eine Gruppe von ca. zehn bis zwanzig Kindern, die wir die „Meute“ nennen. Wir treffen uns einmal in der Woche zur Meutenstunde und unternehmen gemeinsam lustige und spannende Dinge.

Was machen wir auf Meutenstunde?

Alles was wir tun, soll uns Spaß machen. Dazu gehört für uns spielen und basteln, singen und musizieren, sich verkleiden, die Natur entdecken, Abenteuer erleben und viele gute Freunde finden. Aber wir wollen auch bei jedem Treffen etwas lernen. Deshalb tauchen wir manchmal ins Reich der Indianer ein, sind Piraten auf den Weltmeeren, reiten mit unserem Besen um den Blocksberg, unternehmen eine Dschungelexpedition oder spielen einen Zirkus nach. Dabei lernen wir viel über andere Länder, andere Kulturen und Bräuche, und lassen unserer Fantasie freien Lauf.

Wieso heißen wir eigentlich Wölflinge?

Ihr findet diesen Namen komisch? Nun, so merkwürdig ist der Name gar nicht, denn er kommt aus dem Dschungelbuch, das sicher viele von Euch kennen. Mowgli, ein kleiner Waisenjunge, wächst bei den Wölfen im Urwald von Indien auf. Er jagt mit den Wölfen, sorgt für sich und seine Wolfsfreunde, und er entdeckt die Abenteuer des Dschungels. Er übernimmt sogar Verantwortung und wird der Anführer der Wölfe. Wir spielen unter anderem diese Geschichte auf unseren Meutenstunden nach und werden selbst zu einer Gruppe von kleinen Wölfen. Und auch wir Wölflinge wollen Verantwortung übernehmen für uns und für die Wölflinge in unserer Gruppe. Deshalb nehmen wir Rücksicht auf andere und helfen uns gegenseitig, wo wir können. Bei uns ist eben niemand allein!

Was ist die Kluft?

Pfadfinderhemd und Halstuch heißen bei uns „Kluft“. Dies ist keine Uniform, sondern ein persönliches Statement und zeigt, ähnlich wie das Trikot einer Fußballmannschaft, dass wir zu der Gemeinschaft der Pfadfinderinnen und Pfadfinder gehören. Die Kluft ist nicht nur ein Aushängeschild, sondern wir tragen sie, um soziale Unterschiede, die sonst durch Kleidung offensichtlich werden, zu verbergen. Und dass wir unseren eigenen Weg gehen.

Ist ein Treffen in der Woche genug?

Nein, denn ganz besonders viel Spaß machen uns unsere Wochenendlager. Dann wohnen wir gemeinsam in einem Haus oder in Zelten, kochen für uns, gehen schwimmen, erkunden unsere Umgebung und erleben Abenteuer, die man zu Hause eben nicht erleben kann. Abends sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer und singen lustige Lieder oder spielen einfach das, was wir mögen.

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