„Jeden Tag eine gute Tat“ oder „Pfadfinder finden immer einen Weg“. Die meisten Menschen haben zumindest einmal etwas von Pfadfindern gehört. Doch sind Pfadfinder eigentlich immer noch aktiv?

Sie spielen, basteln und singen, aber sind auch viel in der Natur: 23 Mädchen und Jungen gehören in Friedrichsfehn zu der Pfadfinder-Nachwuchsgruppe „Wölflinge“.

Ja, das sind sie. In Friedrichsfehn treffen sich nach wie vor die Pfadfinder der Meute Phao im lutherischen Gemeindehaus an der Dorfstraße. Dazu gehören 23 Kinder, die sich „Wölflinge“ nennen.

Unter Wölfen aufgewachsen

Wölflinge? Der Name kommt aus dem „Dschungelbuch“. Darin geht es um Mowgli, den kleinen Waisenjungen, der bei Wölfen aufwächst und so den Dschungel kennenlernt. Er übernimmt Verantwortung und wird der Anführer der Wölfe. Diese Geschichte spielen die Kinder unter anderem in den Meutenstunden nach und werden selbst zur Gruppe kleiner Wölfe.

Mit großer Begeisterung sind die Sechs- bis Elfjährigen dabei. Sie spielen, basteln und singen. „Und auch Wanderungen und praktische Schulungen gehören dazu“, berichtet Tade Schröder, Meutenführer der Wölflinge, stolz.

So lernten die Wölflinge, wie man sich rücksichtsvoll draußen – in der Natur – verhalte. Zum grünen Lernort werde dabei der Wildenloh.

Tade Schröder kann den „Wölflingen“ vieles vermitteln. Der 21-Jährige ist seit 15 Jahren als Pfadfinder in Friedrichsfehn dabei und noch immer begeistert von der Gemeinsamkeit und dem Zusammenhalt in den Gruppen.

Exkursionen und die große Fahrt im Sommer

„Wir haben einmal in der Woche unser Gruppentreffen, und zwar jeweils freitags – außer in den Ferien – von 16.45 Uhr bis 18.30 Uhr im lutherischen Gemeindezentrum“ berichtet Schröder. „Aber wir gehen auch oft auf Fahrt.“ Das bedeutet, dass die Pfadfinder gemeinsame Ausflüge unternehmen. Kurze Exkursionen an den Wochenenden oder die große Fahrt im Sommer. „Dann sind wir zwei bis drei Wochen unterwegs und wandern und lagern“, so Tade Schröder.

Wandern heißt, dass die Teilnehmer mit ihren Rucksäcken und Gepäck den kompletten Weg bis zum nächsten Lager zu Fuß zurücklegen. Dort werden dann wieder die Zelte zum Lagern aufgebaut. „Wir sind dann jede Nacht woanders“, erzählt Schröder. Immer direkt in der Natur. „Abends gibt es dann Lagerfeuer und Spiele, Gesang oder Geschichten. „Die Nähe zur Natur, das Freiheitsgefühl, die enge Gemeinschaft. Das ist es, was Pfadfinder so besonders macht“, schwärmt er. Insgesamt würden vier bis fünf kleine und große Fahrten angeboten, die jedes Jahr begeistert angenommen werden.

„Allzeit bereit“

Das Motto „Jeden Tag eine gute Tat“ kennen die Wölflinge übrigens nicht. Ihr Motto lautet „Allzeit bereit“ und wurde aus dem Englischen („be prepared“) übernommen. Und entsprechend lautet auch das Wölflingsversprechen, das sie bei Aufnahme in die Gruppe ablegen: „Ich will hilfsbereit und rücksichtsvoll sein und den anderen achten“ oder „Ein Wölfling nimmt Rücksicht auf andere. Ein Wölfling hilft, wo er kann.“

von Inka Bodmann NWZ-Online (abgerufen am 10.07.2019)

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